Chen Tai Ji Quan
Das TaiJi-Quan im Chen Stil wird nicht im Dao Gong unterrichtet, diese Seite dient lediglich zur Information!
Am Anfang war das Wuji (die Leere), aus diesem Entstand das TaiJi. Taiji, der Name des Symbols der chinesischen Monade für Yin und Yang, ebenso auch in Kurzform, der Name für die Kampf- und Bewegungskunst Tai ji Quan.
Der Chen-Stil ist der wohl der beste Interpret des ursprünglichen Geistes der einzigartigen Kampfkunst des Taiji Quan. Erst am Beginn des 19. Jahrhunderts erlangte der Stil langsam eine größere Verbreitung. Durch diese Weitergabe des Wissens an Personen außerhalb der Familie konnten sich nach und nach die anderen heutzutage verbreiteten Stile entwickeln (Yang, Wu, Wu/Hao, Sun).
Was ist Tai Ji Quan
TJQ verbindet Körper, Geist und Seele auf harmonische Art und Weise und führt zu einem harmonischen Körpergefühl. Es stärkt das Herz-, Kreislauf- und Nervensystem und reguliert die Atmung.
Entspannung und Durchlässigkeit des Körpers, des Atems und des Geistes werden trainiert, und nicht die äußere Muskelkraft und Gewaltbereitschaft, wie in äußeren Kampfkünsten.
Man folgt dem Grundprinzip innerer Kampfkünste, die Kraft des Gegners zu nutzen, und diese gegen ihn selbst zu richten. Das Ziel ist, den Gegners dorthin zu lenken, wohin er seine eigene Kraft (kinetische Energie) richtet, um ihn dann zu entwurzeln.
Schließlich ist nicht der Kampf mit einem äußeren Gegner das Ziel, sondern der Kampf mit dem inneren Ich. Das Lösen von körperlichen, emotionalen wie auch geistigen Blockaden, wie auch das Lösen von Verspannungen und Befreiung des Atems.
Durch die TJQ üblichen Übungen und Gymnastik wird der Körper gestärkt und gedehnt, so dass jeder unabhängig vom Alter, TJQ ausüben kann.
Ständiges Üben führt zu:
- Stärkung und innerer Lebenskraft
- allgemeinem wohlbefinden und "Fit"-Gefühl
- einem Ausgleich vom stressigen Alltag
- innerer Ruhe
Die Formen
Die Formen des Chen-Stils gliedern sich in den alten (Lao Jia) sowie den neuen Rahmen (Xin Jia). Innerhalb der beiden Rahmen gibt es jeweils zwei Formen: die langsamere Yi Lu, bei der die Entwicklung der inneren Kraft durch die Spiralbewegungen des Chansigong im Vordergrund steht und die schnellere Er Lu (), auch Kanonenfaust (Pao Chui) genannt, die die äußere Kraft fördert und eine Vielzahl an Angriffs- und Verteidigungstechniken lehrt. Daneben wurden in letzter Zeit auch einige Kurzformen mit 38, 19 Bewegungen entwickelt, die leichter und schneller zu erlernen und für Einsteiger geeignet sind. Der Chen-Stil beinhaltet auch Waffenformen mit Säbel, Schwert, Speer, Hellebarde, Doppelsäbel, Doppelschwert und Langstock.


Zum Einstieg werden einige Grundübungen, die sog. Seidenübungen (Chansigong) gelehrt. Diese dienen der Lockerung des Körpers und der Gelenke und vermitteln dem Lernenden ein Gefühl für die korrekte Körperhaltung und -bewegung in den späteren Formen. Außerdem helfen sie durch die spiralförmigen Bewegung bei der Entwicklung der inneren Kraft, die für die richtige und wirkungsvolle Ausführung der einzelnen Techniken sehr wichtig ist.

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